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Polymanga in Lausanne 3. – 5. April

Über Ostern fand in Lausanne die Polymanga statt. Das ist die größte Mangaconvention in der Schweiz. Laut Veranstalter mit über 20000 Besuchern (ich sag extra laut Veranstalter, weil das waren definitv keine 20000! Da war auf der Connichi weit mehr los und die hat “nur” 15000). Leider befindet sich Lausanne im französischsprachigen Teil der Schweiz, was die Kommunikation deutlich erschwerte. Die Schweizer lerne da zwar alle 5 Jahre (!) Deutsch aber verstehen wollte mich trotzdem keiner.

Was dem deutschen Congänger wohl sofort ins Auge sticht: Die fehlenden Cosplayer! Wo bei uns inzwischen 85% der Besucher in irgendeiner Form verkleidet sind, findet man die Cosplayer dort nur vereinzelt. Und dann auch meist im gekauften Cos (mit nicht passenden Schuhen, hrhr) oder mehr schlecht als recht aus dem Kleiderschrank zusammengestückelt. Da muss man definitv noch Missionarsarbeit leisten ^___^

Die Con fand auf dem Expogelände statt. Gleich am Haupteingang gab es einen großen Händlerraum (man erkannte sofort einige Chinahändler von der LBM und Connichi wieder ^___^) gefolgt von einem, naja Gamesroom kann man nicht mehr sagen… Games-Halle, in der Sony, Nintendo und Microsoft mit allen Konsolen und Games auffuhren, die momentan aktuell sind.

Im 1. Stock waren vereinzelt auch noch Händler, aber hauptsächlich viele Fanartzeichner und Fanstände die ihre Werke präsentierten. Zwei Videoräume hattes dort auch und natürlich einen großen Saal, in dem Musikacts wie Retsugo oder HITT auftraten.

Ach ja, niemand beschwert sich bitte jemals wieder über eine  3,-€  Cola auf der Ani oder ein 2,50 € Brötchen auf der Conbichi: 9,- SFr für eine INSTANT Ramensuppe, das sind ca. 6,30 €

Und die Schweizer haben die “Knuddel mich” Schilder entdeckt. So gut wie alle liefen mit einem “hug me” Schild durch die Gänge…. scary sag ich euch.

Noch ein großer Unterschied: es gibt keine Waffenkontrolle für Cosplayer (für welche auch?),  nein, viel besser, man kann seine Waffen gleich vor Ort kaufen! Kein Witz, es gab einen Händler der Katanas, Schwerter und Dolche wie geschnitten Brot verkaufte. Auch an Minderjährige, das war gar kein Thema. Sprich, am letzten Tag liefen alle mit gezückten Metallschwerten durch die Gänge und duellierten sich fröhlich…. Für jede deutschen Consecurity der pure Alptraum!

Mir war es zu wenige Con (ok, ich kannte auch niemanden mit dem man hätte reden können….. oder mit dem man überhaupt hätte reden können… ich hätte damals in der Schule einfach nicht Latein wählen sollen….. verdammt), es kam keine Constimmung auf, das Rahmenprogramm war sehr dürftig und es gab nur Anime DVDs mit franz. Untertitel. Die hatten da Nana und andere coole Serien auf DVD aber alles nur mit franz. Untertitel…. suuuuuuuuuper

Kann man mal gesehen haben, muss man aber nicht ^___^

Hier noch ein paar Impressionen:

Made in Asia 13. + 14. März Brüssel

Zum ersten Mal in Belgien und auf einer Mangaconvention im Ausland. Die Belgier haben einen sehr…äh… nun ja… interessanten Fahrstil. Nach dem Motto ” Wer zu erstk

ommt, fährt auch zuerst” kamen wir schweißgebadet Freitagabend am Expogelände Brüssel an um aufzubauen.

Die Made in Asia (Mangaconvention) teilte sich die Messehallen mit noch weiteren Veranstaltung, der Modelma (alles was mit Modelbau zu tun hat) und der Creativa (Hobby, basteln und Nähen). Alles in allem waren wohl an die 10000 Besucher da.

Es gab verschiedene Cosplaywettbewerbe (Einzel- und Gruppencos, sowie der Vorentscheid zum Eurocosplay), dennoch war die Anzahl der Cosplayer im Gegensatz zu deutschen Cons sehr gering. Da waren schon fast mehr Gothic Lolita Mädels unterwegs.

Fazit: war ganz nett… nochmal hingehen, eher nicht.

International Cosplay Ball London 29.12.2009

Am Samstag den 28.12. sind Yuna und ich nach London gefolgen um am dortigen Cosplayball teilzunehmen. Wir hatten nicht bedacht, dass es der erste Adventssamstag war und das man da hierzulande schon die Innenstädte meiden sollte. Es war die Hölle los in der Innenstadt. Nichtsdestotrotz verbrachten wir den Samstag mit bummeln und shoppen gehen. Unser Gepäck ließen wir an der Victoria Station. Einer der wenigen Bahnhöfe, die noch Gepäckaufbewahrungen machen. Schließfächer (Terrorgefahr!) findet man nämlich keine.

Am Sonntag bummelten wir erstmal lustig weiter. Die Geschäfte hatten alle offen. Leider war das Wetter typisch regnerisch und es machte wenig Spaß. Camden Market war aber trotzdem ein Besuch wert!

Im Hotel stellten wir am Abend fest, dass wir nicht die einzigsten Cosplayer im Hause waren. Wir fuhren mit zwei Mädels per Taxi zum Veranstaltungsort. Eine Disco im viktorianischen Baustil. Das wäre DIE Location schlecht hin gewesen, wenn es in der Bude nicht so verdammt dunkel gewesen wäre! Meine Kamera kam mit dem fehlenden Licht nicht klar. So konnte man die vielen wirklich hübschen Kostüme nicht mal richtig erkennen…

Zur Eröffnung machte Yaya Han (Special Guest) einen Cosplayauftritt in ihrem neuen Vampire Hunter D Kostüm.

Das Bühnenprogramm bestand aus einer Gogotänzerin die sich an Seilen akrobatisch betätigte, einer Gothic Lolita Fashion Show, einem sehr gelungenen Disney Medley und einer Steam Punk Band. Dazwischen wurde immer verschiedene Musik zum tanzen gespielt. Keiner konnte hier wirklich tanzen, aber das machte auch nichts….

Zum Schluß retteten wir noch unsere beiden Mädels aus dem Hotel (inzwischen völlig betrunken…. genau so wie der Rest der Gäste) vor einer Horde suspekter (betrunkener) Männer. Wir nahmen sie im Taxi zurück zum Hotel, ich glaub die beiden wissen nicht mal mehr, was für einen Gefallen wir ihnen da getan haben *drop*

Fazit: eine nasses, kaltes London mit Underground-Sperrungen die uns in den Wahnsinn getrieben haben + eine mehr schlecht als recht organisierte Veranstaltung = mal was anderes. Man muss es mal erlebt haben ^___^